Stimmen und Stimmungen beim Sammeln von Unterschriften

(wg)Wir erleben einen sehr gute Resonanz auf unsere Initiative für das Bürgerbegehren zum Schutz der Grünfläche Großer Ochsenkopf.

Viele positive Rückmeldungen drücken aber nicht nur ein Unverständnis über die geplante Bebauung des Großen Ochsenkopfs aus, sondern kritisieren dieses Vorhaben stellvertretend für die erhebliche Nachverdichtung, die Heidelberg in den letzten Jahren erlebte.

Für das Bündnis Bürgerentscheid Klimaschutz Heidelberg steht der Große Ochsenkopf stellvertretend für einige andere Freiflächen, die lt. dem Stadtklimagutachten 2015 eigentlich nicht bebaut werden dürften, die aber bereits im Visier der Stadt-und Immobilienentwickler sind.

Das ursprünglich von uns vorgesehene Bürgerbegehren zum Schutz all dieser, durch das Stadtklimagutachten identifizierten Flächen, war aber leider rechtlich nicht zulässig. Deshalb haben wir uns stellvertretend auf die Fläche Großer Ochsenkopf konzentriert.

Einige exemplarische Äußerungen von Mitbürger*innen:

Die Themen Nachverdichtung, Grünräume in der Stadt, Klimaerwärmung und alles, was damit zusammenhängt, beschäftigt offensichtlich viele Menschen.

Unsere Befürchtung, dass der Große Ochsenkopf zu wenig bekannt sei und diese Grünfläche deshalb nur wenige Menschen interessiert, traf nicht zu.

Im Gegenteil, ohne dass alle Menschen, die unterschrieben haben, diese Fläche tatsächlich kannten, reichten die Stichworte  Grünflächenerhalt, Stadtklima, Nachverdichtung, zubetonieren, Bäume erhalten usw. aus, um ihre Unterstützung in Form einer Unterschrift zu gewinnen.

Viele Menschen bedankten sich ausdrücklich für unsere Initiative. Sie sei schon lange überfällig…!

Kontroverse Standpunkte gibt es natürlich auch.

Die Frage, wo denn ein moderner Straßenbahnbetriebshof gebaut werden solle, ist uns am häufigsten gestellt worden.Eine Antwort darauf, hier weiterlesen.

Auch die Befürchtung, dass wir für die Bebauung von Teilen des Kirchheimer Felds seien, um dort den Betriebshof unterzubringen, war gelegentlich zu hören. Unsere Antwort darauf, hier weiterlesen.

Und natürlich: Warum soll denn eine eklige Hundewiese nicht bebaut werden? Dann kehrt endlich Ordnung ein und die Rattenplage sei auch gleich bekämpft. Warum also ein Bürgerbegehren zum Erhalt dieser Fläche, die zudem schon lange im Flächennutzungsplan als Gewerbefläche ausgewiesen sei?

In Frage gestellt wurde auch, ob das Bild auf den Flyern und den Plakaten die Verhältnisse auf dem Großen Ochsenkopf nicht schöne. Tatsächlich gibt dieses Bild eine schöne Sommerstimmung auf der Grünfläche Großer Ochsenkopf wieder….Lässt sich halt nun mal nicht ändern….

Von der Ochsenkopfwiese aus würden sich Neophyten verbreiten. Sie sei deshalb nicht schützenswert und könnte bebaut werden! Unsere Antwort darauf, hier weiterlesen

Hier nun ein Ausschnitt aus einigen Rückmeldungen, die wir per Mail erhalten haben:  

Ich bin ein 18-jähriger Student der Heidelberg International School, die sich in unmittelbarer Nähe zur Ochsenkopf Wiese befindet. Ich habe kürzlich einen Artikel von Heidelberg-24 über das geplante RNV-Depot gelesen und habe einige Bedenken.

Ich mache mir natürlich Sorgen über die wichtigsten Umweltprobleme wie den Verlust der Biodiversität und die natürlichen Regulierung der Temperatur, aber als Student mache ich mir Sorgen über die Auswirkungen, die der Bau und Betrieb des geplanten Depots auf meine Schule haben würden, insbesondere in Bezug auf Luft und Lärm Verschmutzung. Darüber hinaus nutzen einige Schüler die schöne grüne Umgebung, um bei Stress den Kopf frei zu bekommen. Ich liebe den Ochsenkopf Wiese und denke, es wäre eine absolute Travestie, ihn zu zerstören.

Ich bin amerikanischer Staatsbürger, also kann ich die Petition nicht unterschreiben, aber kann ich irgendetwas tun? Vielen Dank!

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…. ich gebe hiermit meine Unterschrift zur Erlangung eines Bürgerentscheides zum Erhalt der Grünflächen am Großen Ochsenkopf. Eine Bebauung muss verhindert werden.


Liebes Klimaschutz-Team, ich erhielt heute Ihren Flyer durch Einwurf und möchte mich hierfür bedanken. Mir liegt der Grünflächenschutz in Heidelberg sehr am Herzen, weshalb ich Ihre Initiative gerne unterstützen möchte. 
……. Ich freue mich, wenn ich Sie eventuell   unterstützen kann. 

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…..ich begrüße und unterstütze diese Initiative. Kein Betriebshof auf der Grünfläche

Großer Ochsenkopf. Weiter so und viel Erfolg.

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Eindrücke aus Neuenheim:  

Die Leute scheinen inzwischen besser informiert zu sein. Es war heute recht rege auf dem Marktplatz mit vielen Gesprächen und Meinungsaustausch. Insgesamt kommt die Aktion recht gut an. Man stört sich an der permanenten Nachverdichtung und dem Zubetonieren von Flächen.

Teilweise wurde die von uns hervorgehobene Wertigkeit des GO kritisiert („Foto auf dem Plakat sieht schöner aus als in der Realität“, „Eine Bebauung der Durchlüftungsschneise hat wegen der geringen Höhe des geplanten Betriebshofs keine Auswirkungen auf die Durchlüftung durch den Neckartäler“).

Der Große Ochsenkopf ist nach wie vor nicht allen bekannt …oder die Fläche in Bergheim interessierte nicht so sehr.

Parallel zu unseren Aktivitäten hatten die Handschuhsheimer Gärtner einen Stand an der Litfaßsäule aufgebaut.

Sie haben sich gegen eine provisorische Durchfahrt des Handschuhsheimer Feldes ausgesprochen. Sie wurden später vom Marktaufseher vom Marktplatz ‚vertrieben‘ und haben sich zu uns gestellt. Wir haben gut kooperiert …

Wie immer gab es Befürworter und Gegner bei beiden Ständen. Insgesamt waren die Menschen heute offener und zugänglicher als sonst. Zum einen lag es sicher am schönen Wetter, zum anderen scheint sich das Thema herumzusprechen.

Es gab zwar Kritik am permanenten Diskutieren und den vielen ständigen Einwänden von allen möglichen Seiten („typisch für Heidelberg“), andererseits wurde auch das Zubetonieren und Nachverdichten der Stadt häufig kritisiert. Besonders die Bahnstadt wurde wegen der Art der Bebauung („monoton, einfallslos, wie Boxberg, Emmertsgrund“) besonders kritisiert.

 

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