Offener Brief an den Stadtteilverein Kirchheim: Gemeinsame Sache für`s Klima?

Offener Brief an den Stadtteilverein Kirchheim

Sehr geehrte Damen und Herren im Stadtteilverein Kirchheim,

liebe Freundinnen und Freunde der Erhaltung des Kirchheimer Felds,

wir freuen uns, dass wir bei unserer zentralen Forderung, dass stadtklimatisch wichtige Flächen in Heidelberg nicht mehr bebaut werden sollen, mit dem Stadtteilverein Kirchheim einen neuen Mitstreiter gefunden haben. Das Kirchheimer Feld ist, wie der Große Ochsenkopf, ebenfalls in großen Teilen eine stadtklimatisch wichtige Fläche, die freigehalten werden muss. Wenn man die Maßstäbe des Stadtklimagutachtens von 2015 beachtet, dann ist allerdings der Große Ochsenkopf stadt- und bioklimatisch sogar noch höherwertiger als das Kirchheimer Feld.

Dennoch sind wir nicht für die Bebauung des Kirchheimer Feldes, sondern teilen die Sorgen des Stadtteilvereins.

Der Stadtteilverein Kirchheim behauptet leider in einer über die Internetmedien veröffentlichten Erklärung, dass das  „Bündnis Bürgerentscheid Klimaschutz in Heidelberg“ nach dem „St. Florians-Prinzip“ verfahre und dazu aufrufe „ihm unangenehme Bauwerke einfach in Stadtteile zu verlagern, wo möglicherweise der Protest geringer ausfällt“. ( hier geht es zum vollständigen Text)

Mal abgesehen davon, dass hier der Stadtteilverein Kirchheim seine kritischen Widerstandspotentiale kokett unter den Scheffel stellt, irrt er sich leider auch in seiner Kernaussage, dass wir für den Standort Airfield aktiv trommeln würden.

Die Einzigen, die dies tun, ist die Grüne Heidelberger Fraktion und Partei und sind nicht wir.

Unsere Haltung zum Standort Airfield:

Wir fordern, dass alle potentiellen Standorte für einen RNV-Betriebshof durch gleichwertige, tiefergehende Gutachten fair und unvoreingenommen geprüft werden. Das ist für den Standort Großer Ochsenkopf bereits geschehen. Die Prüfung der Standorte Airfield und Bergheimer Straße stehen leider noch aus. Bei der Bergheimer Straße gibt es allerdings aus dem Jahr 2014 eine weitreichende Planung, die nun nicht mehr auf dem neuesten Stand ist. Neben diesen beiden Standorten hatten wir in den letzten Jahren zudem Standorte östlich des neuen Bauhauses in der Eppelheimer Straße und die alte Paketpost unter der Montpellierbrücke ins Spiel gebracht.

Leider hat die Stadtverwaltung solche Vorschläge entweder ignoriert oder nicht ernsthaft geprüft.

Der Vorwurf, wir wären für den Standort Airfield, geht also an der Sache vorbei. Das Gegenteil ist richtig:

Wir sprechen uns in unseren sämtlichen Veröffentlichungen offensiv für den Standort Bergheimer Straße aus und nicht für das Airfield. Nachzulesen auf unserer Internetseite: http://klimaschutz-grosser-ochsenkopf.de/uebersicht__trashed/sachinfos/rnv-betriebshofstandort/

Wir sind auch dafür, dass jegliche Fläche in Heidelberg, die im Stadtklimagutachten 2015 als schützenswerte genannt und als nicht zu bebauende Fläche bewertet wurde, tatsächlich auch frei bleibt. Diese Forderung konnten wir leider aus rechtlichen Gründen nicht in unser Bürgerbegehren aufnehmen, die damit verbundene Fragestellung wäre nach Auskunft des Rechtsamtes der Stadt Heidelberg unzulässig gewesen. Teile des Kirchheimer Feldes gehören eindeutig dazu. Selbst wenn Teile des Airfields auf der Grundlage des Stadtklimagutachtens 2015 bebaut werden könnten, gibt es weitere, wichtige Gründe, diese eben nicht zu bebauen.

All das wäre in einer ernsthaften Prüfung aller potentiellen Standorte, auch des Airfields, zu untersuchen. In der Forderung nach einer ernsthaften Prüfung aller Standorte teilen wir die Haltung der Grünen Partei, auch wenn wir das Airfield, ähnlich wie der Stadtteilverein Kirchheim, aus vielerlei Gründen für weniger geeignet halten.

Wenn wir uns einig sind, dass mindestens die stadtklimatisch wichtigen Grün- und Freiflächen in Heidelberg nicht bebaut werden sollten, dann kämpfen wir doch einfach gemeinsam für diese Forderung!

„Weder Bebauung des Kirchheimer Felds noch Bebauung des Großen Ochsenkopfs“.

Wir würden Sie gerne zu einem Gespräch einladen. Wann würde es Ihnen passen?

Freundliche Grüße

Leitungsgruppe des „Bündnis Bürgerentscheid Klimaschutz“ 

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