Gemeinderat soll nun auch noch den Flächennutzungsplan ändern, damit die Ochsenkopfwiese auf Dauer geschützt ist.

Presseerklärung des Bündnis Bürgerentscheid Klimaschutz Heidelberg

Der Gemeinderat hat am 17.10.2019 gegen das Votum des Oberbürgermeisters mit knapper Mehrheit die Annahme des Ergebnisses des Bürgerentscheids vom 21. Juli beschlossen. Damit wurde die Verlagerung des rnv-Betriebshofes auf die Ochsenkopfwiese abgelehnt.

Das  Bündnis  Bürgerentscheid Klimaschutz Heidelberg  begrüßt dieses Votum und spricht allen Unterstützer*innen, die den Bürgerentscheid durch ihr Engagement erst möglich gemacht haben, seinen großen Dank aus. Dieser Dank gilt natürlich auch den Stadträten und Stadträtinnen, die sich bei der namentlichen Abstimmung klar zum Schutz der Ochsenkopfwiese bekannt haben.

Konsequenterweise muss der nächste Schritt jetzt sein, den bestehenden Flächennutzungsplan, in dem die Ochsenkopfwiese noch als Gewerbefläche ausgewiesen ist, entsprechend zu ändern durch eine Umwidmung  zu einer Grünfläche. Das ist auch ganz im Sinne des von der Bundesregierung beschlossenen Masterplans „Stadtnatur“. Mit einer Vielzahl an Maßnahmen will die Bundesregierung die Kommunen dabei unterstützen, die Arten- und Biotopvielfalt in unseren Städten zu erhöhen. So sollen natürliche, grüne Lebensräume geschaffen werden, die nicht nur Pflanzen und Insekten nützen, sondern den Stadtbewohnern grüne Oasen der Erholung bieten. In Heidelberg sind es besonders die Menschen in Bergheim und in der angrenzenden Ochsenkopfsiedlung, die den Erhalt dieser Grünfläche brauchen.  Die vielen großen Bäume auf dem Großen Ochsenkopf könnten so zum ersten Klimawäldchen der Stadt Heidelberg werden, die nach dem 18-Punkte-Papier des Klimaschutzaktionsplanes in jedem Stadtteil entstehen sollen.

Auch das vor wenigen Tagen von der Landesregierung in Baden-Württemberg herausgegebene Eckpunktepapier: Schutz der Insekten in Baden-Württemberg als Weiterentwicklung des Gesetzesentwurfes „Rettet die Bienen“ fordert den Ausbau des Biotopverbundes mit entsprechenden Änderungen der Flächennutzungs- bzw. Regionalpläne.

Unser Appell richtet sich daher an die Stadtspitze und den Heidelberger Gemeinderat, nun den dauerhaften Schutz der Ochsenkopfwiese auf den Weg zu bringen, denn diese Grünfläche ist nicht nur bioklimatisch von großer Bedeutung, sondern auch ein botanischer Hort der Artenvielfalt, ganz im Sinne der erwähnten Gesetzesinitiativen auf Bundes- und Landesebene. 

Mit freundlichen Grüßen                                                                                                                                                                   

gez. Dr. Rainer Zawatzky                                                                       gez. Karin Weber

Bündnis Bürgerentscheid Klimaschutz 

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